Südl. Erdhälfte

Die Südliche Erdhälfte

Die Betrachtung von Ereignishoroskopen, die auf die südliche Erdkugel bezogen sind, hat mich schon lange in Erstaunen gesetzt. Die Astrologen, die doch immer, wenn sie danach gefragt werden, betonen, Astrologie sei eine reine Deutung der Zeitqualität zum Zeitpunkt des jeweiligen Ereignisses, und dass die Sternzeichen am Himmel mit der bestehenden Zeitqualität der Planeten heute gar nicht mehr identisch sind, arbeiten bei der Deutung von Ereignissen auf der südlichen Halbkugel der Erde mit Zeitqualitäten, die man zu dieser Zeit auf der nördlichen Halbkugel vorfindet.
Der Aszendent = der östliche Horizont, befindet sich in bisherigen Horoskopen für die südliche Erdkugel wie für die nördliche Erdkugel links in der Zeichnung, und die Sonne wandert über das MC im Zenit (oben), das im Süden steht, nach rechts, um im Westen unterzugehen.
Tatsache aber ist, dass die Sonne auf der südlichen Erdhälfte zwar auch im Osten auf und im Westen untergeht, doch steht die Mittagssonne auf der südlichen Erdhälfte im Norden im Zenit. Die Horoskope für die südliche Erdhälfte müssen demnach genau seitenverkehrt dargestellt werden. Der Aszendent gehört auf die rechte Seite der Horoskop – Zeichnung, dann stimmt es mit der Mittagssonne am MC im Norden auf der Zeichnung oben. Der Sonnenuntergang muss im Westen auf der linken Seite des Horoskops darge-stellt werden. Rechts und links werden im Vergleich mit Horoskopen der nördlichen Erdhälfte umgekehrt. Das MC bleibt oben in der Zeichnung und das IC unten. Die Themen an den Eckpunkten werden jedoch alle der realen Zeitqualität auf der südlichen Erdkugel angepasst.
Jetzt kommt aber noch der heikelste Punkt. Die reale Zeitqualität der Natur bei diesen Ereignissen stimmt überhaupt nicht mit der bisher gezeichneten Zeitqualität der Planeten in den Horoskopen überein. So müssen die Planeten in den Zeitthemen (Zeichen) exakt um 180° gedreht werden, um eine richtige Deutung zu ermöglichen.

Wenn es so ist, dass die Astrologie ein Abbild der Zeitqualität zeichnen soll, muss man konsequenterweise die Sonne im 1. Sommermonat als Krebssonne zeichnen und nicht auf die Steinbock – Sonne für die südliche Erdhälfte beharren. Da Merkur und Venus nie weit von der Sonne entfernt sind, beginnt da schon das nächste Problem. Sie müssen in die richtige Konstellation zur Sonne gerückt werden. Es ist ganz klar, dass danach alle anderen Planeten folgen müssen.
In der Realität bedeutet dieser Schritt, dass alle Planeten im entgegengesetzten Zeitthema (Zeichen) stehen, also um einen halben Zyklus verschoben werden. Da die Zyklen der Planeten unterschiedlich lang sind, bedeutet es für die Sonne exakt das halbe Jahr, das in der Gegenüberstellung der nördlichen Erdhälfte mit der südlichen Erdhälfte als Unterschied in der Zeitqualität sichtbar wird.
Beim Merkur und der Venus, deren Abstand zur Sonne wegen der geringen Entfernung aus unserer Sicht feststeht, liegt die Veränderung im Zeitbereich ihres halben Zyklus ebenfalls ungefähr bei einem halben Jahr. Schwieriger wird es schon z.B. beim Saturn, dessen Zyklus 29,46 Jahre beträgt. Die Ver-schiebung um einen halben Zyklus im Verhältnis zur Zeitqualität auf der nördlichen Erd-hälfte würde einen zeitlichen Unterschied in der Auslösung der Themen von 14,7 Jahren ausmachen. Beim Uranus, der 84 Jahre benötigt, um einen Umlauf um die Sonne zu voll-enden, beträgt der Unterschied in der Auslösung der Themen nach der Korrektur um einen halben Zyklus sogar 42 Jahre. Bei unserem äußersten Planeten, der Isis, die ca. 650 Jahre für einen Umlauf um die Sonne benötigt, beträgt der Unterschied in der Auslösung der Zeitthemen (Zeichen) sogar ca. 325 Jahre .
Zur realistischen Deutung von Horoskopen der südlichen Erdkugel habe ich zu folgender Änderung gegriffen. Nach anfänglicher Testarbeit mit selbst gezeichneten Horoskopen für die südliche Halbkugel habe ich den Programmierer des GALILEO Astrologie – Pro-gramms dazu bewegen können, eine Möglichkeit zu schaffen, die Zeitqualität der südlichen Erdhälfte korrekt darzustellen. Die folgenden Horoskop – Zeichnungen sind Gegenüber-stellungen der Zeitqualität bei Sonnenaufgang des 18. Januar 1998 für 45° Nord berech-net und der zur selben Zeit herrschenden Zeitqualität in Neuseeland auf 45° Süd.

Abb. 32 Nördliche Erdhälfte
Abb. 33 Südliche Erdhälfte


Zur Unterscheidung von Horoskopen der südlichen Erdhälfte von denen auf der nördlichen Erdhälfte war es erforderlich, die Achsen richtig zu stellen.
Der Aszendent wurde bei Horoskopen der südlichen Erdhälfte auf die rechte Seite der Zeichnung gestellt, der Deszendent links. Das MC, auf der südlichen Erdhälfte im Norden, gehört nach oben in die Zeichnung und das IC nach unten, wie auf der nördlichen Erdhälfte auch. Die Zeitqualität der Zeitthemen (Zeichen) wurden gedreht und die Planeten alle um einen halben Zyklus, 180° entsprechend. Jetzt hatte ich Horoskope, deren Deutung mit Hilfe der neuen Dualistischen Deutungsmethode mit dem tatsächlichen Geschehen zu dieser Zeit auf der südlichen Halbkugel korrekt übereinstimmte. Auf der nördlichen Erdhälfte ging eine Steinbock – Sonne am AC auf, während auf der südlichen Erdhälfte zu selben Zeit eine Krebs – Sonne aufging.
Natürlich habe ich mir all diese Mühe nicht gemacht, ohne dafür einen plausiblen Grund zu haben. Das neue „Dualistische Deutungssystem“, an dem ich schon einige Jahre arbeite, funktionierte ohne diese Änderung für die südliche Erdhälfte überhaupt nicht. Die Deutung der Ereignishoroskope, die mit der Zeitqualität der nördlichen Erdhälfte berechnet und gezeichnet wurden, ergaben überhaupt keinen Sinn. Die Ereignisse passten naturgemäß nicht zum dargestellten Horoskop. Für mich war es der Beweis dafür, dass die bisher ge-bräuchliche Art der Berechnung von Horoskopen für die südliche Erdhälfte und natürlich die sich daraus ergebende Zeitqualität ganz einfach falsch war. Eigentlich war ich nicht einmal erstaunt darüber, dass plötzlich nach der Berichtigung der Zeitqualität mit Hilfe des neu entwickelten Südhalbkugel – Horoskops die Interpretation der Horoskope zu den tatsächlichen Ereignissen passte.